Was hat unsere Gruppe mit Ethik zu tun?

Tierschutz und Veganismus

Vielfach werden Menschen in eine Lebensart hinein-„geboren“, die nicht ihrer eige­nen Wunschvorstellung entspricht. Im Elternhaus werden wir darauf trainiert, uns so zu verhalten wie die Erwachsenen es uns vorleben, beziehungsweise so zu reagie­ren, wie die Erwachsenen es uns vormachen. Wie gehe ich mit Konflikten um? Was spüre ich, wenn mich jemand ärgert? Nimmt man mich ernst, wenn ich mich ver­letze? („Ach, wein doch nicht, ist ja nicht schlimm!“) Unser ganzes Verhaltensspekt­rum ist eine Mischung aus Erlerntem und Beobachtetem, und ganz selten mag es uns gelin­gen, ur-eigenste Bedürfnisse und Ideen zu entwickeln und auszuleben.

Die meisten Probleme im Erwachsenenalter resultieren aus Problemlösungen, die schon längst nicht mehr angemessen sind. Die meisten Theorien über die Suchtent­wicklung beziehen sich auf das Klein- und Kleinstkind-Alter (Baby schreit -> Mutter steckt ihm den Schnuller in den Mund – ungeachtet dessen, ob das Baby schreit we­gen Bauchweh, Müdigkeit, Einsamkeit, Angst, etc. Dadurch „lernt“ ein Baby: bei einem Problem steck was in den Mund!)

Um aus diesen unangepassten Problemlösungen aussteigen zu können, ist es zuerst einmal wichtig, zu erkennen, dass wir in vielen Bereichen ganz und gar fehl-„pro­grammiert“ sind. Erst, wenn wir zugeben können, dass die meisten unserer Vorlieben und Abneigungen antrainierte Traditionen sind, deren Wertigkeit auch in Frage ge­stellt werden sollten, können wir uns dazu entscheiden, so zu handeln und so zu füh­len, wie es unserer eigenen Seele entspricht.

Kein Mensch möchte, dass sein Verhalten bewirkt, dass kleine Kälber unter unvor­stellbarem Trennungsschmerz von der Mutter isoliert werden und in Einzelhaltung in kleinen Plastikiglus so lange herumstehen müssen, bis sie einige Wochen danach in einer 40stündigen qualvollen Reise zum Schlachthof in Spanien transportiert werden. Oder? Und trotzdem lassen sich die meisten Menschen stumpfsinnig von Milchwer­bung leiten und kaufen Milch- und Käseprodukte. Dieser Widerspruch muss nicht sein!

Kein Mensch möchte, dass für den schicken Pelzbommel auf der Mütze monatelang Katzen und Hunde in China unter schrecklichsten Bedingungen gehalten werden, da­mit man ihnen letztendlich das Fell bei lebendigem Leibe abzieht. Es gibt Filmauf­nahmen, wo man sehen kann, wie die gehäuteten Kaninchen und Hunde schreiend und mit abgehackten Pfoten versuchen, vom Schlachter-Tisch zu kriechen. Mit ein bisschen Verstand ist es uns möglich, die Nachfrage für derartige Produkte zu redu­zieren und damit diesem Grauen ein Ende zu bereiten.

Kein Mensch möchte, dass er für millionenfache Qualen verantwortlich ist, die an Zig-Millionen Schweinen (die bekannterweise ja sogar intelligenter als Hunde sind!) begangen werden. Wie der neueste Schlachthofskandal in Österreich zeigt, wird von fast allen Schlachthöfen permanent gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, wodurch Schweinebabies (es werden immer nur Babies mit 6 Monaten geschlachtet, obwohl Schweine bis 30 Jahre alt werden können!) halbtot geprügelt werden, mehrere Minu­ten qualvoll ersticken oder auch letztlich mit vollem Bewusstsein in heißem Wasser verbrüht werden. Das will doch niemand!

Und trotzdem werden die Menschen mit großem Erfolg von der Fleischlobby und anderen verbrecherischen Unternehmen an der Wahrnehmung dieser Missstände ge­hindert.

Da hilft nur eines: Aufwachen und Hinschauen!

Überlegen Sie bei all Ihrem Handeln und Denken, was Sie damit bewirken! Warum machen Sie dieses oder jenes?

Entdecken Sie Ihre eigenen Gefühle.
Entdecken Sie Ihre eigene Seele.
Entdecken Sie Ihre eigene Persönlichkeit.

Schließlich können Sie Ihr Verhalten zu Ihren Mitmenschen, zu Ihrer Familie, zu al­len anderen Menschen und Tieren selbst bestimmen. Und wenn Sie auch ein Herz haben, so können Sie stolz auf sich sein, dass Sie sich an den Gräueltaten des 21. Jahrhunderts nicht mehr beteiligen.

Dieses Selbstbewusstsein ist gesund und heilsam!

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